Willy Astor

Willy Astor am 14.01.2020 im Capitol Mannheim_Foto: Sven Roedig
Komödiantenkunst und Gitarrenvirtuosität vereint in einem Programm

Seit Langem zieht Willy Astor die Besucher seiner stets ausverkauften "The Sound of Islands"-Konzerte in seinen Bann. Seine Kombination von Komödiantenkunst und Gitarrenvirtuosität sucht im deutschsprachigen Raum seines Gleichen.

"The Sound of Islands" - so nannte Astor 1994 das erste Album seines rein musikalischen Projekts. Sechs erfolgreiche Alben und zwei DVDs sind seither erschienen, auf denen Willy Astor und seine Musiker die Zuhörer mitnehmen in die Welt der unterschiedlichsten Musikstile, von Tango bis Bossa Nova, von afrikanischen Stimmungen bis Flamenco, von Blues über bayrische Volksmusik bis Jazz. Seitdem begeistert der Künstler seine Fans auch ohne Worte. War die letzte Produktion "The Sound of Islands - Symphonic" (2015, CD + DVD) mit dem Münchner Rundfunk-orchester eine Fusion von Gitarrensound, Band und symphonischen Klängen, so besticht das neue Album "Guitar" durch seine Instrumentierung und facettenreiche Virtuosität in kleiner Besetzung.

Unterstützt von seinen neuen Weggefährten Ferdi Kirner (Gitarren), Nick Flade (Klavier, Keyboards, Bass) und Marcio Tubino (Percussion, Saxophon) lädt Willy Astor ein zu einer instrumentalen Weltreise in das Reich der Phantasie. Weltmusik auf höchstem Niveau.

Gleich der Opener des Albums "Siracusa" besticht durch den reinen Klang der Gitarre und die federleichte Melodieführung. Eine gefühlvolle Hommage an die in der Antike größte und mächtigste Stadt Siziliens. Mit "Kalipe" (tibetisch für 'immer ruhigen Fußes'), das gleichermaßen Ruhe und Energie ausstrahlt, kreiert Astor einen akustischen Gegenpol zu unserer hyperaktiven Multi-Tasking-Welt. Mit "Blackbird", einem der schönsten Beatles-Klassiker verneigt er sich mit seiner einfühlsamen Interpretation vor der Band.

Das fröhlich anmutende Stück "Ubuntu" ist ein musikalisches Spiegelbild der gleichnamigen afrikanischen Lebens-philosophie. Einer der bedeutendsten Vertreter dieser Philosophie der Menschlichkeit war der frühere südafrikanische Präsident Nelson Mandela.

„Meine Musik ist zunächst einmal eine rein emotionale Angelegenheit“ verrät Astor seine kompositorische Arbeitsweise. „Ich halte meine Gitarre und lasse meinen Gefühlen spontan freien Lauf. Entscheidend sind für mich die Passagen, in denen ich meine Gefühlswelt wiederfinde und die unmittelbar einen Soundtrack für die Bilder, die in meinem Kopf sind, entstehen lassen. Der Reiz liegt darin, auch ohne komplexes Arrangement Stimmung zu entwickeln, mit akustischen Instrumenten eine ausdrucksvolle Sprache zu finden“.

Mit welch souveräner Gelassenheit Willy Astor ans Werk gegangen ist, belegen auch die anderen Titel, die sich, mal jazzig, mal brasilianisch oder mit spärischen Klängen schwebend als farbenprächtige vielsaitige Soundmalereien erweisen. Nicht nur wegen seines vortrefflichen Könnens, sondern auch wegen der Verwendung seiner zahlreichen besonderen Gitarren, die er mit großer Leidenschaft sammelt. Hierzu gehört u.a. ein edles 30er-Jahre Model der Firma Martin aus dem ehemaligen Besitz des US-Country-Stars Gillian Welch.

Den Abschluss dieses eleganten, atmosphärisch sehr dichten Albums bildet Astors erfolgreichster Titel "Nautilus". 1996 zum ersten Mal auf Vol.1 der Serie veröffentlich, besticht die aktuelle Neu-Aufnahme durch noch filigraneres Spiel und sorgt auch bei seinen "Reim Time" Gastspielen für das entspannte Ende.

"The Sound of Islands" – Wellness für die Sinne – nicht nur für Gitarren-Fans.

„The Sound of Islands“
Dienstag14.01.202020.00 Uhr
Konzert
Capitol
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