Theodor Shitstorm

Theodor Shitstorm am 17. September 2019 im Casino Capitol Mannheim_Foto: Dietrich Brüggemann
Hamburger Schule, Berliner Indie, eigenwilliger Hiphop, österreichisches Sauflied - gerne auch alles auf einmal!

Theodor Shitstorm wurde im Juli 2017 in Bosnien und Serbien geboren.

Theodors Eltern sind die Singer-Songwriterin Desiree Klaeukens und der Filmemacher Dietrich Brüggemann. Sie kennen sich seit einigen Jahren, er hat in ihr bereits eine Schauspielerin entdeckt, jetzt entdeckt sie in ihm den Musiker, und schon küsst die Muse die Muse. Also laden sie einen Laptop, eine Gitarre, ein Mikrofon und viele Kabel in einen steinalten Porsche und fahren in Richtung Balkan, wo die Sonne scheint und man bei Freunden übernachten kann. Doch schon am ersten Tag findet die Reise ein jähes Ende: Getriebeschaden in der Slowakei. Für einen Moment droht das ganze Unternehmen zu scheitern. Doch dann findet sich in Wien ein Autovermieter, der keine Fragen stellt, und die Reise geht in einem steinalten Golf weiter. Auf staubigen Straßen und in einer heißen Wohnung in Belgrad entstehen in den folgenden zwei Wochen Hymnen auf den Rock'n'Roll und den erweiterten Kunstbegriff, Klagelieder über die alte Tante BRD, absurde Schuldzuweisungen, Balladen für die Autobahn und zweistimmige Ratgeber für alle Lebenslagen.

Überhaupt: Der Mensch ist viel lieber zu zweit als allein, und deswegen gibt es nichts Schöneres als Duette. Aber wo sind sie hierzulande?

Deutschland, wo sind deine Duos?

Was gibt es jenseits von Cindy & Bert, Siegfried & Roy, Modern & Talking?

Wieso ist der ernste deutsche Musiker so oft ein männliches Individuum mit Universitätsabschluss? Und immer so allein?

Warum sind Jungsbands immer nur Jungsbands?

Und Frauenbands erst recht?

Was kann es schöneres geben als zwei unterschiedliche Stimmen, die sich gegenseitig die Bälle zuwerfen, die Klinke in die Hand geben und sich ins Wort fallen? Der Raum, den Theodor hier betritt, ist riesengroß und gähnend leer. Zeit, ihn mit Musik zu füllen.

Stilistisch steht Theodor in einem Gemisch aus Gitarre und Elektronik und verneigt sich von dort aus in vier Himmelsrichtungen: Hamburger Schule, Berliner Indie, eigenwilliger Hiphop, österreichisches Sauflied.

„Frau Klaeukens hat eine Stimme, die mich stets wieder zu Tränen rührt“, sagt Herr Brüggemann.

„Herr Brüggemann erfindet Harmonien, die man wenigstens nicht schon tausendmal gehört hat“, sagt Frau Klaeukens.

So einfach funktioniert Eigenlob als Duo.

Als die Reise nach zwei Wochen wieder nach Hause geht, ist der kleine Theodor schon fast einen Meter groß, kann einfache Sätze sprechen und will seinen eigenen Kindersitz. Mittlerweile, im Frühjahr 2018, ist er volljährig, hat mit Golo Schultz (Bass) und Florian Holoubek (Schlagzeug) zwei weitere Familienmitglieder und wird im Sommer zuhause ausziehen, um der Welt ein Album und dem Publikum sich selbst zu Füßen werfen.

Der Rest ist Geschichte, und die muss noch geschrieben werden.

„Sie werden dich lieben“ von Theodor Shitstorm erschien am 29.06.2017 bei staatsakt und wird vertrieben von Caroline International/Universal Music.

Support: Florian Glässing

Der Singer/Songwriter Florian Glässing avancierte zum Geheimtipp, als er mit Tom Liwa das Album „Lopnor” herausbrachte, über das die Intro schrieb: „Dies ist eine sensationelle Platte. Punkt.“ Er arbeitete mit der Singer/Songwriterin Desiree Klaeukens zusammen und schrieb mit ihr die Songs für ihr hochgelobtes Debüt „Wenn die Nacht den Tag verdeckt“. Im Herbst nun erscheint endlich sein eigenes Album „Alte Liebe“ (Timezone Records): 10 wüst romantische Lieder, die in seltener Tiefe und Intensität die Kraft der Verletzlichkeit feiern.

Liebe ist ein Meer. Und wir werden da rein geworfen, lernen schwimmen und machen das Seepferdchen. Oder auch nicht. Manchmal gehen wir darin unter, weil wir einen emotionalen Rucksack auf dem Rücken haben, der uns in die Tiefe zieht. Und manchmal gelingt es, den Rucksack abzustreifen und zu spüren, wie eine andere Power uns sanft nach oben hebt ins Licht. Florians Glässings Songs handeln davon, wie das geht.

Seine Musik ist schwelgerisch und geht ans Eingemachte. In seinen wüst romantischen Liedern setzt er sich mit der Kraft der Verletzlichkeit auseinander, kleidet Indie-Folk in jazzig-poppige Gewänder – und überstreut am Ende alles mit einer feinen Prise Americana.

Im Herbst erscheint sein Album „Alte Liebe“ bei Timezone Records.

 

Veranstalter: Capitol Betriebs GmbH

"Live 2019" - Support: Florian Glässing
Dienstag17.09.201920.00 Uhr
Konzert
Casino
Capitoler Rabatt: 
10%