Helen Schneider |

Helen Schneider am 13. Januar 2017 im Capitol Mannheim_Foto: Anatol_Kotte

Zusammen mit Jo Ambros als musikalisches Duo

Es gibt Künstlerinnen, die sind in ihrem Schaffen und ihrer Kreativität so beeindruckend, dass es gar nicht vieler Worte Bedarf. Helen Schneider gehört sicherlich dazu wenn es gilt, besondere Kulturschaffende zu benennen. Bekannt geworden als Rocksängerin in den 80er Jahren stand sie an der Seite von Udo Lindenberg, wurde mehrfach als beste Sängerin ausgezeichnet und überwältigte die deutschen TV Zuschauer in „Bio´s Bahnhof“ mit dem Heidenröslein. 1987 spielte sie die Sally Bowles in „Cabaret“ und wurde in „Sunset Boulevard“ ein gefeierter Musicalstar. Am Freitag, 13. Januar 2017 gastiert sie mit ihrem Programm „Collective Memory“ im Capitol – und das nur begleitet von ihrem Gitarristen Jo Ambros.

„Collective Memory“

Erfolgreiche Rollen in Musicals spielte Helen Schneider in letzten Jahren immer wieder, ebenso div. Live-Programme mit ihrem Trio M’Jobi. Die wandlungsfähige und vielseitige Künstlerin präsentiert sich erstmalig seit 30 Jahren mit eigenen Songs, die mit ihr und für sie geschrieben wurden. In 2015 gibt es wieder ein neues Helen Schneider Musikprogramm – Collective Memory – und die VÖ der gleichnamigen CD.

Sie ist in dem gewissen Alter.
Die 60er und 70er Jahre, voller Fragen und Aufruhr, gesellschaftlicher Unruhe und politischer Neuorientierungen, waren ihre prägendste Zeit. Bedingungslose Liebe, kaum zu überwindender Verlust, dann zurückgeworfen auf neue Fragen und mögliche Antworten, machten sie zu dem Menschen, der sie heute ist. „Meine Erfahrungen und Gedanken sind ganz persönlich, aber ich vermute, jeder kennt sie aus seinem eigenen Leben. Es sind unsere gemeinsamen Erinnerungen, unser kollektives Gedächtnis: our „Collective Memory“

Die Texte stammen aus der Feder von Linda Uruburu und reflektieren 40 Jahre gemeinsame Erinnerungen als Freundinnen und Kolleginnen. Die Melodien komponierte der Gitarrist Jo Ambros, mit dem sie seit über 12 Jahren die verschiedensten Bühnen teilt. Es entstanden Songs für Erwachsene, die rhythmisch und atmosphärisch vom Folk, Pop und Rock der 60er/70er Jahre beeinflusst sind. Man kann Helen Schneider und Jo Ambros kaum näherkommen als in dieser kleinsten musikalischen Dialogform -dem Duo. „Als wir im letzten Sommer in Jo's kleinem Studio anfingen an diesen Songs zu arbeiten, war ich richtig begeistert, dieses Material auszuwählen und zusammenzustellen, welches im Endeffekt zu diesen Aufnahmen und zu diesem Konzert führen würde“. „Während der Überlegungen, wie wir es am besten live präsentieren sollten, erinnerte ich mich immer wieder an dieses wunderbar rohe Gefühl, welches ich hatte, als die Songs zum ersten Mal begannen ihre Form zu finden. Jo's Virtuosität auf seinen akustischen Gitarren ist etwas, was ich seit langem schätze. Die Gelegenheit, diesem Talent Geltung zu verleihen, ist für mich das größte Vergnügen dieses Projektes. Obwohl wir beide keine Angst davor haben, unseren Sound groß werden zu lassen, kann ich hier auf der Bühne so intim sein wie ich es mir nur vorstellen kann“.

Das Programm moderiert Helen Schneider mit ihrem charmanten Denglisch und hat dabei eine Menge zu erzählen …….

„Collective memory refers to the shared pool of information held in the memories of two or more members of a group... Collective memory can be shared... or... passed from one generation to the next.“
Wikipedia Encyclopedia/Oxford Dictionary

Dies ist ein sehr besonderes Projekt zu einer sehr besonderen Zeit in Helen Schneiders Leben.